Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970
Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970

Marc Chagall : Der Zauberer von Paris - 1970

Dieses farbige Ausstellungsplakat von Marc Chagall entstand 1970 anlässlich seiner großen Retrospektive im Grand Palais in Paris. Es vereint Chagalls poetische Bildwelt mit der Leichtigkeit eines grafischen Manifestes und vermittelt den Zauber seiner Kunst auf unmittelbare Weise. Als historisches Originalplakat besitzt das Blatt hohe zeitgeschichtliche Bedeutung und nachhaltigen Sammlerwert.

€750 Normaler Preis
Einzelpreis pro
inkl. MwSt.
  •   Originalgrafik
  •   Geprüfte Echtheit
  •   Rückgaberecht

Künstler

Marc Chagall

Werkstatt: Charles Sorlier

Atelier: Mourlot Frères ( Fernand Mourlot & Maurice Mourlot )

Herausgeber: Musées Nationaux

Technik & Druckverfahren

Lithographie - Farblithographie

Details

Jahr: 1970

Größe in cm: 55,5 x 39 Bild
Größe in cm: 71 x 51 Blatt

Ort:
Paris

Zustand
: gut

Besonderheiten

Referenz : Sorlier ( 1976 ) S. 128 f.

Auflage : 3.500 Exemplare

Echtheit & Garantie

Wir garantieren die Authentizität dieser Original Graphik. Das Werk wird mit einer schriftlichen Bestätigung zur Echtheit geliefert. Alle Angaben zu Technik, Entstehungszeit und Herkunft wurden sorgfältig geprüft.

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Informationen zum Werk

Bildbeschreibung

Vor einem weich lasierten, hellblauen Hintergrund entfaltet sich eine schwebende Szene. Rechts steht eine weibliche Figur, elegant und ruhig, mit einem Blumenstrauß in den Händen, ihr Körper von lebhaften Farbflächen durchzogen. Links gruppieren sich kleinere Figuren, die scheinbar schwerelos im Raum tanzen oder sich gegenseitig zuwenden. Darunter öffnet sich eine Pariser Stadtansicht mit Brücken, Türmen und fließenden Linien, die eher angedeutet als fest umrissen sind. Die Farben wirken transparent und leicht, Blau dominiert, ergänzt von kräftigen Akzenten in Rot, Grün und Gelb. Alles scheint in Bewegung, als würde sich das Bild langsam vor dem Betrachter entfalten.

Künstlerischer Kontext

Marc Chagalls Kunst ist geprägt von einer unverwechselbaren, poetischen Bildsprache: schwebende Figuren, leuchtende Farben und eine traumartige Logik, in der Liebe, Musik, Zirkus und Spiritualität zu wiederkehrenden Sinnbildern werden. Seine Motive wirken wie Erinnerungen, die nicht erklärt werden müssen – sie entfalten ihre Wirkung unmittelbar und emotional.

Besonders Chagalls Originalgrafiken gelten als eigenständige Werke innerhalb seines Œuvres. In Zusammenarbeit mit renommierten Druckwerkstätten entstanden Lithographien von hoher malerischer Qualität, die seine Handschrift in Farbe und Linie eindrucksvoll übersetzen. Für Sammler sind diese Blätter attraktiv, weil sie Chagalls Bildwelt in einer authentischen, dokumentierbaren Form zugänglich machen – und zugleich zu den beständig nachgefragten Positionen der Klassischen Moderne zählen.

Marc Chagall

Marc Chagall (1887–1985) gilt als einer der bedeutendsten und zugleich poetischsten Künstler der Moderne. Sein Werk entzieht sich klaren kunsthistorischen Zuordnungen und verbindet Einflüsse aus Expressionismus, Fauvismus, Kubismus und Surrealismus mit einer zutiefst persönlichen, symbolischen Bildsprache. Geboren als Moishe Shagal im weißrussischen Witebsk, wuchs er in einer jüdisch-orthodoxen Familie auf. Die Eindrücke seiner Kindheit – das dörfliche Leben, religiöse Rituale, Musik, Feste und volkstümliche Erzählungen – prägten seine Kunst nachhaltig und wurden zu einem wiederkehrenden Fundus seiner Bildwelt. In Chagalls Werken schweben Figuren durch den Raum, Liebespaare trotzen der Schwerkraft, Tiere musizieren und Realität verschmilzt mit Traum und Erinnerung.

1910 zog Chagall nach Paris, wo er mit der künstlerischen Avantgarde in Berührung kam. Trotz der prägenden Einflüsse dieser Zeit blieb er stets seinem erzählerischen Ansatz treu. Seine Bilder erzählen von Liebe, Heimat, Verlust, Hoffnung und Spiritualität. Eine zentrale Rolle spielte dabei seine große Liebe Bella Rosenfeld, die in vielen Werken als lichtvolle, schwebende Figur erscheint und zum Sinnbild emotionaler Verbundenheit wurde. Zu den wichtigsten Motiven seines Œuvres zählen Liebespaare, Zirkusszenen, religiöse und biblische Themen sowie Tiere und Musiker. Besonders der Zirkus faszinierte Chagall als poetische Metapher für das menschliche Leben – ein Ort des Staunens, der Freude, aber auch der Verletzlichkeit.

Während des Zweiten Weltkriegs emigrierte Chagall in die USA, wo sich Erfahrungen von Exil, Entwurzelung und Verlust verstärkt in seinem Werk widerspiegelten. Nach seiner Rückkehr nach Europa ließ er sich in Südfrankreich nieder und erweiterte sein künstlerisches Schaffen auf Glasfenster, Mosaike, Keramiken und monumentale Wand- und Deckenmalereien, darunter bedeutende Arbeiten für die Pariser Oper, die Kathedrale von Metz und internationale öffentliche Bauten. Auch im Spätwerk blieb seine Kunst von intensiver Farbigkeit, Poesie und einer tiefen Humanität geprägt.

Marc Chagall verstand Kunst nicht als rein intellektuelles Experiment, sondern als emotionales Erlebnis und als Ausdruck innerer Wahrheiten. Seine Werke sind zugleich zutiefst persönlich und universell verständlich und sprechen Betrachter bis heute unmittelbar an. Mit seiner unverwechselbaren Bildsprache schuf Chagall ein zeitloses Œuvre, das Fantasie, Erinnerung und Liebe als zentrale Kräfte des menschlichen Daseins feiert und ihn zu einem der nachhaltig einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts macht.