Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973
Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973

Salvador Dalí : Tea Time - L´ heure du thé - Original Radierung - 1973

Diese poetische Farbradierung von Salvador Dalí aus dem Jahr 1973 entfaltet eine stille, zugleich irritierende Szenerie zwischen Ritual und Traum. Zeit, Bewegung und Leere werden zu einem offenen Bildraum von großer suggestiver Kraft. Als seltenes Épreuve-d’Artiste-Exemplar besitzt das Werk besondere Nähe zum schöpferischen Prozess und hohen Sammlerwert.

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Einzelpreis pro
inkl. MwSt.
  •   Originalgrafik
  •   Geprüfte Echtheit mit Zertifikat
  •   Rückgaberecht

Künstler

Salvador Dalí

Technik & Druckverfahren

Original Radierung - Farbradierung 

Details

Jahr: 1973

Größe in cm: 39,5  x 49 Bild
Größe in cm: 56,5 x 67,3 Blatt

Zustand: Ausgezeichnet !

Besonderheiten

Auflage: 300 Exemplare - plus einige E. A. Exemplare

Anmerkung: Hier eines der wenigen & gesuchten Épreuve d´Artiste ( Artist Proof ) Exemplare !

Signatur: Handsignatur "Dalí" unten rechts in Blei !

Echtheit & Garantie

Wir garantieren die Authentizität dieser Original Graphik. Das Werk wird mit einer schriftlichen Bestätigung zur Echtheit geliefert. Alle Angaben zu Technik, Entstehungszeit und Herkunft wurden sorgfältig geprüft.

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Informationen zum Werk

Bildbeschreibung

Eine weite, helle Ebene öffnet sich bis zum fernen Horizont, durchzogen von feinen Linien, die den Raum strukturieren wie ein unsichtbares Raster. In der Mitte schreiten zarte, fast körperlose Figuren durch die Landschaft, einige mit ausgebreiteten Armen, andere ruhend oder sitzend. Uhren hängen schwebend in der Luft, von feinen Fäden gehalten, während kleine Fragmente und Objekte scheinbar zufällig über den Boden verteilt liegen. Sanfte Beige- und Cremetöne bestimmen den Vordergrund, darüber spannt sich ein blasser Himmel mit zurückhaltenden Blau- und Graunuancen. Alles wirkt leicht, entrückt und zugleich von einer stillen Spannung getragen, als sei die Zeit selbst für einen Moment angehalten.

Künstlerischer Kontext

Tea Time – L’heure du thé entstand 1973 in einer Phase, in der Dalí sein ikonisches Motiv der Zeit erneut variierte und in grafischer Form verdichtete. Die Farbradierung erlaubte ihm eine präzise Verbindung von Linie, Fläche und zartem Farbauftrag, wodurch die fragile Balance zwischen Realität und Imagination besonders deutlich wird. Die schwebenden Uhren verweisen auf Dalís lebenslanges Interesse an Zeit, Vergänglichkeit und Wahrnehmung, ohne an ein konkretes Narrativ gebunden zu sein. Als Épreuve d’Artiste gehört dieses Blatt zu einer kleinen Gruppe von Vorzugsabzügen, die traditionell außerhalb der regulären Auflage entstanden. Die eigenhändige Signatur und der ausgezeichnete Erhaltungszustand unterstreichen die besondere Relevanz des Werks innerhalb von Dalís grafischem Œuvre der 1970er Jahre.

Salvador Dalí

Salvador Dalí (1904–1989) gilt als einer der bekanntesten, schillerndsten und zugleich konsequentesten Vertreter des Surrealismus. Geboren in Figueres in Katalonien, zeigte er früh außergewöhnliches zeichnerisches Talent und studierte an der Kunstakademie San Fernando in Madrid. Bereits in jungen Jahren verband er technische Virtuosität mit einer ausgeprägten Lust an Provokation, Inszenierung und Selbststilisierung – Eigenschaften, die ihn nicht nur als Künstler, sondern auch als öffentliche Figur weltberühmt machten.

In den 1920er-Jahren schloss sich Dalí der surrealistischen Bewegung um André Breton in Paris an. Sein Werk speist sich aus psychoanalytischen Theorien, insbesondere den Schriften Sigmund Freuds, sowie aus persönlichen Obsessionen, Ängsten und Begierden. Wiederkehrende Themen sind Zeit und Vergänglichkeit, Sexualität, Tod, Macht, Religion und Identität. Trotz der oft irrationalen Bildinhalte zeichnen sich Dalís Werke durch eine außergewöhnlich präzise, beinahe fotorealistische Malweise aus – ein bewusster Kontrast zwischen Form und Inhalt.

Eine zentrale Rolle in Dalís Leben und Kunst spielte Gala, seine Muse, Ehefrau und Managerin, die in zahlreichen Werken als Idealfigur, Projektion und Symbol erscheint. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte sich Dalí verstärkt religiösen, wissenschaftlichen und mythologischen Themen zu und integrierte Einflüsse aus Physik, Atomtheorie und Renaissancekunst in sein Werk.

Neben Gemälden schuf Dalí ein umfangreiches grafisches Œuvre, Skulpturen, Bühnenbilder, Filme, Schmuckdesigns und literarische Texte. Seine Grafiken machten seine Bildwelt einem breiteren internationalen Publikum zugänglich und trugen maßgeblich zu seiner globalen Bekanntheit bei.

Salvador Dalí verstand Kunst als radikalen Ausdruck innerer Wirklichkeiten – als Spiel zwischen Kontrolle und Wahnsinn, Präzision und Traum. Sein Werk ist bis heute ikonisch, sofort erkennbar und von ungebrochener Faszination. Als Grenzgänger zwischen Genie, Provokateur und perfektem Handwerker schuf Dalí ein Œuvre, das den Surrealismus nachhaltig geprägt hat und bis heute Sammler, Kunstliebhaber und Betrachter weltweit in seinen Bann zieht.