Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957
Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957
Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957
Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957
Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957
Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957
Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957

Salvador Dalí : Das goldene Zeitalter - Don Quichote de la Mancha - Original Farblithografie - 1957

Künstler: Salvador Dali
Größe in cm: 40,7 x 61 Bild
Größe in cm: 54 x 76 Blatt
Jahr: 1956 / 1957
Technik: Original Farbholzschnitt
Zustand: Ausgezeichnet !
Referenz: Werkverzeichnis Michler / Löpsinger 1012 
Auflage: 300 Exemplare - hier Nummer 42 von 300
Signatur: Handsignatur ,,Dali'' unten rechts in Blei

€2.750 Normaler Preis
Einzelpreis pro
inkl. MwSt.
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  •   Rückgaberecht

Künstler

Salvador Dali

Technik & Druckverfahren

Original Farblithographie - Lithographie

Details

Besonderheiten

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Informationen zum Werk

Bildbeschreibung

Die Szene öffnet sich weit in die Landschaft: Im Vordergrund erhebt sich Don Quijote mit erhobenem Arm und Lanze, skizzenhaft, aber kraftvoll gesetzt. Um ihn herum entfaltet sich ein weiter Raum mit verstreuten Figuren, Reitern und Bewegungen, die sich über Hügel, Ebenen und Wege ziehen. Schwarze Linien wechseln sich mit transparenten Farbfeldern in Blau, Ocker und erdigen Tönen ab, durchbrochen von kräftigen Akzenten. Die Komposition wirkt offen und vielschichtig, als würde sich die Geschichte gleichzeitig an mehreren Orten ereignen. Licht, Linie und Farbe schaffen eine Atmosphäre zwischen Traum, Erinnerung und erzählter Zeit.

Künstlerischer Kontext

Das Blatt entstand im Zusammenhang mit Dalís umfangreicher Beschäftigung mit Cervantes’ Don Quijote de la Mancha in den 1950er Jahren. In dieser Phase verband Dalí seine surrealistische Bildwelt zunehmend mit klassischen literarischen Stoffen und einer experimentellen grafischen Technik. Die Farblithographie erlaubte ihm ein freies Zusammenspiel von Zeichnung, Farbauftrag und Zufall, das diesem Werk seine besondere Lebendigkeit verleiht. Charakteristisch ist die Auflösung fester Formen zugunsten eines fragmentierten, bewegten Bildraums. Die Aufnahme in das Werkverzeichnis von Michler und Löpsinger, die klare Limitierung sowie die eigenhändige Signatur unterstreichen die Relevanz dieses Blattes innerhalb von Dalís grafischem Œuvre und machen es zu einem bedeutenden Sammlerstück der Nachkriegszeit.

Salvador Dalí

Salvador Dalí (1904–1989) gilt als einer der bekanntesten, schillerndsten und zugleich konsequentesten Vertreter des Surrealismus. Geboren in Figueres in Katalonien, zeigte er früh außergewöhnliches zeichnerisches Talent und studierte an der Kunstakademie San Fernando in Madrid. Bereits in jungen Jahren verband er technische Virtuosität mit einer ausgeprägten Lust an Provokation, Inszenierung und Selbststilisierung – Eigenschaften, die ihn nicht nur als Künstler, sondern auch als öffentliche Figur weltberühmt machten.

In den 1920er-Jahren schloss sich Dalí der surrealistischen Bewegung um André Breton in Paris an. Sein Werk speist sich aus psychoanalytischen Theorien, insbesondere den Schriften Sigmund Freuds, sowie aus persönlichen Obsessionen, Ängsten und Begierden. Wiederkehrende Themen sind Zeit und Vergänglichkeit, Sexualität, Tod, Macht, Religion und Identität. Trotz der oft irrationalen Bildinhalte zeichnen sich Dalís Werke durch eine außergewöhnlich präzise, beinahe fotorealistische Malweise aus – ein bewusster Kontrast zwischen Form und Inhalt.

Eine zentrale Rolle in Dalís Leben und Kunst spielte Gala, seine Muse, Ehefrau und Managerin, die in zahlreichen Werken als Idealfigur, Projektion und Symbol erscheint. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte sich Dalí verstärkt religiösen, wissenschaftlichen und mythologischen Themen zu und integrierte Einflüsse aus Physik, Atomtheorie und Renaissancekunst in sein Werk.

Neben Gemälden schuf Dalí ein umfangreiches grafisches Œuvre, Skulpturen, Bühnenbilder, Filme, Schmuckdesigns und literarische Texte. Seine Grafiken machten seine Bildwelt einem breiteren internationalen Publikum zugänglich und trugen maßgeblich zu seiner globalen Bekanntheit bei.

Salvador Dalí verstand Kunst als radikalen Ausdruck innerer Wirklichkeiten – als Spiel zwischen Kontrolle und Wahnsinn, Präzision und Traum. Sein Werk ist bis heute ikonisch, sofort erkennbar und von ungebrochener Faszination. Als Grenzgänger zwischen Genie, Provokateur und perfektem Handwerker schuf Dalí ein Œuvre, das den Surrealismus nachhaltig geprägt hat und bis heute Sammler, Kunstliebhaber und Betrachter weltweit in seinen Bann zieht.