Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973
Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973
Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973
Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973
Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973
Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973
Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973
Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973

Salvador Dalí : Pantagruels drollige Träume - Original Lithografie - 1973

Eine der fantasievollsten und zugleich surrealsten Bildfolgen im grafischen Werk von Salvador Dalí – grotesk, detailreich und außergewöhnlich sammlerwürdig.

Diese originale Farblithographie aus der Serie „Les Songes drolatiques de Pantagruel“ von 1973 zeigt Dalís meisterhafte Interpretation der berühmten Renaissance-Fantasien nach François Rabelais. In bizarren, hybriden Figuren verbindet Dalí Traum, Humor und Abgründigkeit zu einer faszinierenden Bildwelt zwischen Mittelalter, Surrealismus und persönlicher Mythologie.

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inkl. MwSt.
  •   Originalgrafik
  •   Geprüfte Echtheit mit Zertifikat
  •   Rückgaberecht

Künstler

Salvador Dalí

Technik & Druckverfahren

Original Farblithographie auf Japan-Bütten-Papier

Details

Größe in cm: 67 x 49 Bild
Größe in cm: 76 x 56 Blatt

Jahr: 1973

Zustand: Gut !



Besonderheiten

Referenz: Werkverzeichnis Michler / Löpsinger 1422

Auflage: 25 E. A. Exemplare auf Japan Bütten
Épreuve d´Artiste

Signatur: Handsignatur " Dalí " unten rechts in Blei

Echtheit & Garantie

Wir garantieren die Authentizität dieser Original Graphik. Das Werk wird mit einer schriftlichen Bestätigung zur Echtheit geliefert. Alle Angaben zu Technik, Entstehungszeit und Herkunft wurden sorgfältig geprüft.

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Informationen zum Werk

Bildbeschreibung

Diese Farblithographie aus der Serie „Les Songes drolatiques de Pantagruel“ zeigt die unverwechselbare Bildwelt von Salvador Dalí in ihrer ganzen grotesken Fantasie. Vor einem leuchtend grünen, nahezu monochromen Hintergrund entfaltet sich eine bizarre Szenerie aus hybridhaften Figuren, die zwischen Mensch, Tier und Fantasiewesen changieren.

Im Zentrum steht eine hochgewachsene, mantelhafte Gestalt mit langem Schnabelkopf, deren Körper wie zusammengenäht wirkt und an eine mittelalterliche Rüstung ebenso erinnert wie an ein lebendiges Wesen. Ihr gegenüber erhebt sich eine geflügelte Figur auf schmalen, fragilen Beinen, die ein Rad oder mechanisches Element zu kontrollieren scheint – ein typisches Dalí-Motiv zwischen Bewegung, Zeit und Absurdität. Am unteren Bildrand liegt eine weitere, stark verzerrte Figur ausgestreckt, deren überdimensionierte Formen den Eindruck von Schwere und Erstarrung erzeugen.

Die schwarz gezeichneten Linien sind fein, nervös und detailreich, fast wie eine historische Kupferstichillustration, während die flächige Farbgebung dem Blatt eine moderne, plakative Wirkung verleiht. Dalí greift hier bewusst auf die grotesken Figurenfantasien der Renaissance zurück und überführt sie in seine eigene surrealistische Bildsprache. Das Ergebnis ist eine ebenso humorvolle wie verstörende Szene, in der Traum, Ironie und Abgründigkeit untrennbar miteinander verschmelzen.

Das Blatt wirkt wie eine visuelle Erzählung ohne eindeutige Auflösung – ein Spiel mit Assoziationen, Symbolen und dem Unterbewussten, das den Betrachter in eine eigenständige, zeitlose Fantasiewelt hineinzieht.

Künstlerischer Kontext

Die Kunst von Salvador Dalí ist geprägt von einer radikal subjektiven Bildwelt, in der Traum, Unterbewusstsein und Realität ineinander übergehen. In seinen Werken treffen präzise gemalte, fast altmeisterlich ausgeführte Formen auf irrational anmutende Szenerien: schmelzende Uhren, verzerrte Körper, fragile Architekturen und rätselhafte Landschaften. Dalí verstand das Bild als Bühne des Unbewussten – als Ort, an dem innere Bilder sichtbar werden, ohne rational erklärt werden zu müssen.

Zentral für sein Schaffen ist die von ihm entwickelte „paranoisch-kritische Methode“, mit der er gezielt Halluzinationen, Mehrdeutigkeiten und Assoziationen erzeugte. Viele seiner Motive sind doppeldeutig angelegt und erlauben mehrere Lesarten zugleich – ein Spiel mit Wahrnehmung, Identität und Zeit. Besonders Dalís Originalgrafiken nehmen innerhalb seines Œuvres eine eigenständige Stellung ein. In Zusammenarbeit mit renommierten Druckern und Verlagen entstanden Lithographien, Radierungen und Holzschnitte von hoher technischer Raffinesse, die seine ikonische Bildsprache in reproduzierbarer, zugleich streng kontrollierter Form zugänglich machen.

Für Sammler sind diese Arbeiten besonders attraktiv, da sie Dalís zentrale Motive – Traumlandschaften, symbolische Figuren, mythologische und literarische Themen – in authentischer, dokumentierter Qualität zeigen. Sie verbinden künstlerische Exzentrik mit handwerklicher Präzision und zählen zu den international gefragtesten Positionen des Surrealismus auf dem Kunstmarkt.

Salvador Dalí

Salvador Dalí (1904–1989) gilt als einer der bekanntesten, schillerndsten und zugleich konsequentesten Vertreter des Surrealismus. Geboren in Figueres in Katalonien, zeigte er früh außergewöhnliches zeichnerisches Talent und studierte an der Kunstakademie San Fernando in Madrid. Bereits in jungen Jahren verband er technische Virtuosität mit einer ausgeprägten Lust an Provokation, Inszenierung und Selbststilisierung – Eigenschaften, die ihn nicht nur als Künstler, sondern auch als öffentliche Figur weltberühmt machten.

In den 1920er-Jahren schloss sich Dalí der surrealistischen Bewegung um André Breton in Paris an. Sein Werk speist sich aus psychoanalytischen Theorien, insbesondere den Schriften Sigmund Freuds, sowie aus persönlichen Obsessionen, Ängsten und Begierden. Wiederkehrende Themen sind Zeit und Vergänglichkeit, Sexualität, Tod, Macht, Religion und Identität. Trotz der oft irrationalen Bildinhalte zeichnen sich Dalís Werke durch eine außergewöhnlich präzise, beinahe fotorealistische Malweise aus – ein bewusster Kontrast zwischen Form und Inhalt.

Eine zentrale Rolle in Dalís Leben und Kunst spielte Gala, seine Muse, Ehefrau und Managerin, die in zahlreichen Werken als Idealfigur, Projektion und Symbol erscheint. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte sich Dalí verstärkt religiösen, wissenschaftlichen und mythologischen Themen zu und integrierte Einflüsse aus Physik, Atomtheorie und Renaissancekunst in sein Werk.

Neben Gemälden schuf Dalí ein umfangreiches grafisches Œuvre, Skulpturen, Bühnenbilder, Filme, Schmuckdesigns und literarische Texte. Seine Grafiken machten seine Bildwelt einem breiteren internationalen Publikum zugänglich und trugen maßgeblich zu seiner globalen Bekanntheit bei.

Salvador Dalí verstand Kunst als radikalen Ausdruck innerer Wirklichkeiten – als Spiel zwischen Kontrolle und Wahnsinn, Präzision und Traum. Sein Werk ist bis heute ikonisch, sofort erkennbar und von ungebrochener Faszination. Als Grenzgänger zwischen Genie, Provokateur und perfektem Handwerker schuf Dalí ein Œuvre, das den Surrealismus nachhaltig geprägt hat und bis heute Sammler, Kunstliebhaber und Betrachter weltweit in seinen Bann zieht.